Mitgestaltung des Volkstrauertags 2018

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Volkstrauertag 2018

Auch in diesem Jahr haben Schülerinnen und Schüler des WHG die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadtteile Oppau-Edigheim-Pfingstweide zum Volkstrauertag am Sonntag, den 18. November 2018, um 11 Uhr in der evangelischen Kirche in Edigheim mitgestaltet, nachdem Ortsvorsteher Udo Scheuermann sie eingeladen hatte, um auch die jüngere Generation an diesen wichtigen Bestandteil unserer Erinnerungskultur heranzuführen.

Im Mittelpunkt dieses Gedenktages stehen die Trauer um die Millionen Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sowie die Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden.

Volkstrauertag 2018Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte MSS 13 von Frau Fischer-Kuhn hatten sich im Rahmen des Unterrichts bereits mehrfach mit den Themen Krieg, Trauer und Gedenken auseinandergesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt lag hierbei auf dem Ersten Weltkrieg, der vor hundert Jahren zu Ende ging. Natürlich beschäftigten sie sich auch intensiv mit dem Nationalsozialismus, dem 2. Weltkrieg und verschiedenen Formen der Aufarbeitung.

Zur Vorbereitung der Gedenkfeier haben die Schülerinnen und Schüler unter anderem Briefe von deutschen, aber auch britischen und französischen Soldaten gelesen und festgestellt, dass der anfänglichen Begeisterung („Weihnachten sind wir wieder zu Hause!“, „I really want to be involved. To be there!”) bald eine gewisse Ernüchterung folgte („Besides, the war is not really like people imagine it.”, „Ma chérie, quand cette lettre te parviendra, je serai peut-être déjà mort“). Bald schon scheinen die Schrecken des Krieges übermächtig: „Niemand wollte Krieg. Niemand!”, „Freundlichkeit, Humanität, alles ist weggefegt.“ Schließlich wird der Sinn des Krieges gänzlich in Frage gestellt: „Pour la patrie? For king and country? Fürs Vaterland?“ Die Schüler lasen verschiedene Zitate in deutscher, englischer und französischer Sprache vor, eingebettet in die Mahnung, sich für den Frieden einzusetzen, gerade in Zeiten wieder aufkeimenden Nationalismus.

Volkstrauertag 2018Auch der Beitrag der Theater-AG unter Leitung von Frau Kuthe, die in diesem Jahr von Frau Böhl und Frau Laschet unterstützt wurde, erinnerte eindringlich an den Wert von Frieden und Freiheit. So wurden bei der szenischen Darstellung der „Kriegsspiele“ die Gefahren von Kampf und Streit gezeigt. Die Mitglieder der Theater AG mahnten mit starker Stimme, gut „aufzupassen“, da alles schon einmal da gewesen sei. Sie bezogen klar Stellung, wie sinnlos Krieg und Hass sind.

Die Gedenkfeier hat in eindrucksvoller Weise gezeigt, wie brisant die Themen Krieg und Frieden, Verständigung und Versöhnung gerade heute noch sind und dass Jugendliche sich engagiert mit diesen Themen auseinandersetzen.

 

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J. Fischer-Kuhn

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