Elterbrief vom 09.01.2021

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Liebe Eltern,

ich hoffe, Sie sind gut in das neue Jahr gekommen, und wünsche Ihnen für 2021 Gesundheit, Glück und vor allen Dingen Geduld. Sie werden sie brauchen….

Ihnen und Ihren Kindern ist wahrscheinlich nicht entgangen, dass die Online-Lernplattform Moodle seit 4. Januar 2021 kaum erreichbar ist. Mit diesem Problem kämpft allerdings nicht nur das WHG, sondern noch mehrere hundert andere Schulen in Rheinland-Pfalz, weil die meisten Schulen eine moodle-Instanz des Landes (moodle@rlp) besitzen.

Die Verfügbarkeitsprobleme lagen und liegen zum einen daran, dass mehrere zehntausend Schülerinnen und Schüler quasi gleichzeitig versucht haben, auf die Plattform zuzugreifen. Des Weiteren sei mit kriminellen Methoden eine Überlastung des Systems herbeigeführt worden. Eine Strafanzeige gegen die Verursacher werde vorbereitet. Es handele sich offiziell jedoch nicht um einen Hackerangriff, weil nicht in das System eingedrungen wurde und keine persönlichen Daten abgegriffen worden sind. (Quelle: Bildungsserver Rheinland-Pfalz, bildung-rp.de, 7. Januar 2021)

Die aktuelle Situation ist für uns alle sehr unbefriedigend. Wir alle – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern – haben mit dieser Situation zu kämpfen. Umso mehr sind wir darüber verärgert, dass wir in den letzten Monaten sehr viel Arbeit in die Installation und Einführung von Moodle investiert haben und jetzt (zumindest in der ersten Schulwoche) nicht die Früchte unserer Arbeit ernten können.

Trotz allen Verfügbarkeitsproblemen möchten wir Moodle dennoch weiter einsetzen, zumal unser gesamtes Fernunterrichtskonzept darauf ausgerichtet ist. Wir hoffen inständig, dass die Zugriffsprobleme durch das Land Rheinland-Pfalz rasch gelöst werden.

Ich will versuchen, Ihnen in gebotener Kürze die wichtigsten Eckpunkte für die kommenden Wochen darzulegen, wie sie das Bildungsministerium in einem Schreiben vom 06. Januar festgelegt hat, so dass Sie vorab informiert sind.

 

1.     Zeitraum bis zum 15. Januar 2021

 

Es bleibt bei den getroffenen Regelungen: Fernunterricht für alle Schülerinnen und Schüler. Gleichzeitig bleiben die Schulen offen für die Betreuung von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufen 5 bis einschließlich 7, die nicht von ihren Eltern betreut werden können, und für diejenigen, die besondere Unterstützung brauchen oder zuhause keine förderliche Lernumgebung haben, weil sie zum Beispiel nicht über gute räumliche oder technische Infrastruktur verfügen; damit erhalten sie Gelegenheit zum Lernen in der Schule.

 

2.     Zeitraum 18. Januar bis 22. Januar 2021

 

Die oben beschriebenen Maßnahmen werden um eine Woche verlängert, d.h. der

Fernunterricht wird für alle Schülerinnen und Schüler fortgesetzt.

 

Weiterhin gilt, dass die Schulen das Angebot für die Betreuung von Schülerinnen und Schüler bis einschließlich der Klassenstufe 7 und für alle, die besonderen Unterstützungs- bedarf haben, vorhalten. Ebenso gilt dies für Schülerinnen und Schüler, deren häusliche Lernsituation nicht ausreichend förderlich ist.

 

3.     Zeitraum 25. Januar bis 29. Januar 2021

 

In den weiterführenden Schulen erhalten die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 und 6  Wechselunterricht als Präsenzunterricht und Fernunterricht. (Details werden noch bekanntgegebenen).  Für alle anderen Klassen- und Jahrgangsstufen soll weiterhin Fernunterricht stattfinden.

 

Von diesen Regelungen unabhängig finden seit Donnerstag, den 07.01 an den Gymnasien (G9) und Integrierten Gesamtschulen die schriftlichen Abiturprüfungen zu den vorgesehenen Terminen unter den bereits kommunizierten besonderen Hygieneauflagen statt.

Liebe Eltern!

Die nächsten Wochen werden für alle Beteiligten hart werden, das steht außer Frage. Ich habe mich - ebenso wie an Sie und Ihre Kinder – auch an die Lehrkräfte gewandt und um Verständnis für die derzeitige besondere Stress-Situation geworben, in der sich alle befinden. Bitte seien Sie nachsichtig mit uns, mit ihren Kindern und sich  selbst, wenn nicht direkt alles reibungslos läuft. Auch die Lehrerinnen und Lehrer haben Verständnis dafür, wenn schülerseits nicht sofort alles klappt, sofern der Wille zur Teilnahme und zu Engagement am Fernunterricht erkennbar ist.

Die Fachkollegen sind angehalten, den Schülerinnen und Schülern Feedback zu ihren erbrachten Leistungen zu geben, was natürlich nur in einem gewissen Rahmen möglich ist. Nicht jede eingereichte Hausaufgabe kann vollständig korrigiert zurückkommen. Ebenso wenig sinnvoll erscheint es, jede Unterrichtsstunde als Präsenzstunde über BigBlueButton durchzuführen.

Ich bitte Sie, bei auftretenden Problemen diese zunächst gegenüber den Fachlehrerinnen und Fachlehrern zu artikulieren und die bewährten und gestuften Kommunikationswege  (Fachlehrer, Klassenlehrer, Stufenleitung, zuletzt Schulleitung) einzuhalten.

Dennoch wird es nur mit einer gehörigen Portion GELASSENHEIT gelingen, mit der Corona-Lage und den Schwierigkeiten, die sich durch den Fernunterricht ergeben, umzugehen. (Ich zitiere hier Frau Niedobitek: „Ich glaube "gegen Moodle" hilft gerade nur Spazierengehen oder Meditation oder ein Boxsack - je nach Temperament“). Also verzweifeln Sie nicht und schon gar nicht Ihre Kinder. Wir werden auch diese Situation in unserer Schulgemeinschaft in den Griff kriegen.

So viel für heute! Wenn wir in den nächsten Tagen einen besseren Überblick über die Lage bekommen, werde ich Sie weiter auf dem Laufenden halten.

Eines ist sicher: Gemeinsam werden wir auch durch die letzten Wochen und Monate der Einschränkungen kommen und spätestens im Sommer stoßen wir bei einem eventuellen Sommerkonzert oder auf dem Schulfest auf die Zeit, die hinter uns liegt, an – hoffentlich…..

Herzliche Grüße

Andreas Klaes, Schulleiter

Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium

 

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