ECDL – Der Europäische Computerführerschein

Im Rahmen unserer ECDL-AG ermöglichen wir unseren Schülerinnen und Schülern der elften Klassen schon seit dem Jahr 2010 die Absolvierung des ECDLs – des Europäischen Computerführerscheins.

Was genau ist der ECDL?

Beim ECDL handelt es sich um ein Zertifikat, welches solide Computergrundkenntnisse bescheinigt. Es ist international anerkannt und standardisiert – somit kann es bei einer späteren Bewerbung für einen Beruf durchaus nützlich sein. Die Zertifizierungsstelle des ECDL in Deutschland ist die Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (kurz DLGI) mit Sitz in Bonn.

Zur Erlangung dieses Computer-Zertifikats müssen mehrere Online-Prüfungen bei uns in der Schule erfolgreich absolviert werden – und zwar für jedes Modul (siehe unten) genau eine Prüfung. Der ECDL ist allerdings mit Kosten verbunden (siehe unten), weil die DLGI ihre finanziellen Aufwendungen für die Pflege des Prüfungssystem, die qualitätssichernden Maßnahmen sowie weitere Arbeiten rund um den ECDL an uns weiterreicht, d.h. wir als Schule verdienen daran selbstverständlich nichts.

Welche ECDL-Module (=Prüfungsmodule) gibt es? (Quelle: http://www.ecdl.de)

Zur Zeit gibt es 14 ECDL-Module:

Welche ECDL-Module werden im Rahmen der ECDL-AG unterrichtet?

Es gibt mehrere Ausprägungen/Versionen des ECDLs. Eine Gesamtübersicht erhalten Sie sich unter dem Link https://www.ecdl.de/ecdl-module/modulsystem.html. Wir streben in unserer ECDL-AG den ECDL-Profile an.  Für dieses Zertifikat müssen die Schülerinnen und Schüler vier beliebige ECDL-Module erfolgreich absolvieren. Prinzipiell sind diese frei wähl- und prüfbar, allerdings ist unser ECDL-Unterricht auf die folgenden Module ausgelegt:

Der ECDL-Profile (des WHG)

Die drei Pflichtmodule werden somit auf jeden Fall unterrichtet und darüber hinaus einigen wir uns dann im Unterricht auf ein weiteres Modul.

Unsere ECDL-AG

Wie bereits erläutert machen die Schülerinnen und Schüler den ECDL-Profile. Sobald die Voraussetzungen des ECDL-Profiles erreicht sind, bekommen die Schülerinnen und Schüler ein offizielles Zertifikat von der DLGI ausgestellt, welches sie in ihr Portfolio aufnehmen und eventuell später einer Bewerbung hinzufügen können.

Unterrichtet wird der ECDL nach einem international einheitlichen und streng festgelegtem Lehrplan, genannt Syllabus. Somit ist die Einhaltung von Standards und eine Vergleichbarkeit der ECDL-Absolventinnen und -Absolventen garantiert.

Die Kosten des ECDLs

Wie bereits erwähnt ist der ECDL mit Kosten verbunden. Wir als Schule runden diese Kosten auf den nächsten Euro-Betrag (wie in der folgenden Tabelle angegeben) auf, um beispielsweise kostenpflichtige Diagnosetests, Arbeitsblätter, Kopien und sonstige Aufwendungen zu finanzieren.

An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass es einen Rahmenvertrag zwischen der DLGI und dem Land Rheinland-Pfalz gibt, der es ermöglicht, dass unsere Schülerinnen und Schüler die einzelnen finanziellen Posten vergünstigt bekommen. Die in der Tabelle angegebenen Preise sind somit bereits reduzierte Preise. In einem offiziellen ECDL-Prüfungszentrum werden weitaus höhere Preise berechnet.

Nichtbestehen einer Online-Prüfung

Bei einer Online-Prüfung müssen – je nach Prüfungsart – eine bestimmte Anzahl von Aufgaben in einem definierten Zeitrahmen bearbeitet werden. Bestanden ist eine Prüfung, wenn man mindestens 75% der Aufgaben korrekt beantwortet beziehungsweise bearbeitet hat. Somit kann es auch vorkommen, dass eine Schülerin oder ein Schüler eine Prüfung nicht besteht. In diesem Fall, kann sie/er die Prüfung beliebig oft wiederholen, allerdings fallen für jede Wiederholungsprüfung erneut 14 Euro an, die vor der Wiederholungsprüfung entrichtet werden müssen. Unter der URL http://dlgi2.lplus-teststudio.de/Examination/ExamStartPageLearner.aspx können Sie sich selbst ein Bild von einer Online-Prüfung machen, indem Sie einen kleinen Demotest durchführen.

Voraussetzungen zur Teilnahme an der ECDL-AG

  1. Rechtzeitige Überweisung der Kosten (in einer oder zwei Raten) – siehe Anmeldeformular,
  2. Die Schülerinnen und Schüler sollten keine kompletten Computerneulinge sein. Sie sollten zumindest ab und zu mit dem Rechner arbeiten. Es werden jedoch keine höheren Kenntnisse verlangt! Aber umgekehrt können auch „erfahrene“ Computernutzer noch viel in Sachen „systematischer Umgang mit dem Computer, Internet und Bürosoftware“ lernen.
  3. Die ECDL-AG wird mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Eigentlich sollte diese Zeit zur Erlernung der Inhalte und zur Vorbereitung auf die Prüfungen ausreichen – schließlich haben die schulischen Pflichtfächer Vorrang. Für eine häusliche Nachbereitung ist ein Computer mit Internetanschluss und ein Microsoft Office-Paket (u.a. Word, Excel, PowerPoint) am besten in der Version 2010 sinnvoll.

Warum wird das kostenpflichtige Microsoft Office und nicht das kostenlose OpenOffice verwendet?

Das ist eine berechtigte Frage. Leider sind sowohl die Unterrichtsmaterialien als auch die Prüfungen primär auf Microsoft Produkte ausgerichtet, sodass eine (zwar prinzipiell mögliche) Unterrichtung mit OpenOffice erfahrungsgemäß mehr Probleme nach sich zieht. Sobald der Support und die Prüfungen gleichermaßen gut für beide Office-Produkte bereit stehen , ist eine Umstellung auf OpenOffice denkbar.

Kann meine Tochter/mein Sohn auch den ECDL-Standard (7 Module) machen?

Ja, das ist möglich. Allerdings wird für die weiteren drei noch zu absolvierenden Module kein ECDL-Unterricht angeboten, d.h. in diesem Fall ist Eigeninitiative und Eigenarbeit gefragt. Ihre Tochter/Ihr Sohn müsste sich also selbständig auf die Prüfungen vorbereiten. Die Abnahme der Prüfung ist nach Rücksprache mit mir jederzeit möglich.

Letzte Entscheidungshilfen

Soll ich wirklich die ECDL-AG besuchen?

Fakt ist, dass die vermittelten Inhalte auf jeden Fall wichtig und sinnvoll sind. Das Kalkulieren mit Tabellen, das Verfassen längerer Texte sowie das Präsentieren von Inhalten sind in den meisten Berufen unabdingbar. Dieser Aspekt spricht absolut für die Teilnahme an der ECDL-AG.

Andererseits sollte man aber auch die schulische Leistungsfähigkeit der Schülerin beziehungsweise des Schülers in Betracht ziehen. Der ECDL bedeutet Mehraufwand! Ist abzusehen, dass man bereits mit den schulischen Pflichtfächern voll ausgelastet ist, dann sollte man davon absehen, zumal der ECDL mit Kosten verbunden ist. Ansonsten spricht nichts gegen eine Teilnahme.

Haben Sie weitere Fragen zum ECDL oder zur ECDL-AG? Dann haben Sie folgende Optionen:

  1. Sie informieren sich unter den folgenden URLs – beachten Sie aber bitte, dass für den ECDL an Schulen Sonderbedingungen gelten:
  2. Fragen per Mail an die Adresse Tim.Fruth@whg-lu.de oder suchen Sie den direkten Kontakt.

T.Fruth

 

Übergabe der Zertifikate an erfolgreiche Schülerinnen und Schüler

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